Gedanken zum Brexit

Ein schlechter Tag für die EU muss nicht unbedingt ein schlechter Tag für Europa sein. Ganz im Gegenteil! Das Ergebnis der Volksabstimmung in Großbritannien zeigt auf, dass die Bürger von den Entwicklungen in Brüssel hin zu einem undemokratischen, lobbyistischen Zentralstaat abgestoßen wurden. Die Zeit ist reif für grundlegende Reformen mit dem Fokus auf wirtschaftlicher Zusammenarbeit bei gleichzeitiger Akzeptanz der Diversität der unterschiedlichen europäischen Nationen. Nur durch riesige Veränderungen kann eine enge europäische Kooperation gerettet werden, die so wichtig in Zeiten des globalen Wettbewerbs geworden ist.

Im Zuge dieser Reformen muss sich die Europäische Gemeinschaft auch endlich als unabhängiger Machtfaktor im Weltgeschehen etablieren und darf nicht mehr als Befehlsempfänger der USA agieren. Dazu gehört es, sich für die Stabilität der Grenzregionen im Nahen Osten und in Nordafrika einzusetzen und sich nicht hinter den destabilisierenden Elementen zu verstecken. Stabile Grenzregionen würden zudem die Flüchtlingsströme versiegen lassen.

Die Möglichkeiten, die sich nach dem Brexit ergeben sind also sehr groß, allein es fehlt der Glaube, dass die EU endlich den Mut zu grundlegenden Veränderungen aufbringt.

Bildquelle: http://www.publik-forum.de

2 Kommentare zu „Gedanken zum Brexit“

  1. Vor allem wäre es wichtig, dass sich Europa endlich wieder selbstständig verhält und sich zunehmend von Amerika löst.
    Meiner Ansicht wäre es an der Zeit für eine neue Ostpolitik. Mehr Handel mit Russland statt Sanktionen, mehr Handel und Abkommen mit China, denn Russland und China gehören zweifellos zu den aufstrebenden Wirtschaftsmächten der kommenden Jahre – siehe die BRICS-Staaten.

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    1. Das ist richtig. Wenn Europa und Russland an einem Strang ziehen ergeben sich riesige Möglichkeiten. Zumindest müssen die normalen Verhältnisse wiederhergestellt werden. Meiner Meinung nach sollten alle EU Staaten aus der NATO austreten um die Abhängigkeit von den USA zu lösen. Mit dem Austritt Großbritanniens erscheint dieses Szenario sogar schon ein wenig realistisch.

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